Die Koch-AG (Cook mal)

Vor 3 Jahren wurde Cook Mal durch Frau Kuhn-Olschewski zum ersten Mal angeboten . Zum ersten Kochtermin erschienen auch tatsächlich 4 Interessierte: NUR Jungen der Klasse 5! Trotz der Überraschung ( wir  hatten eher mit Mädchen gerechnet) gingen wir voller Tatendrang ans Werk: Gemüse waschen, schälen, schneiden, Fleisch anbraten, aufkochen, abschmecken, ...  Und so tun wir das nun bereits ein paar Jahre.

Aus den 4 Jungen vom August 2003 sind mittlerweile 17 Jungen und Mädchen der Klassen 5 bis 8 geworden, doch der „Kochalltag" hat sich nicht verändert. Nach dem obligatorischen Händewaschen  und der mitunter nicht immer einfachen Arbeitsverteilung ( „ Ich will aber keine Zwiebeln schneiden, da muss ich immer weinen" ) geht jede Gruppe an ihre Arbeit. Das dabei entsehende Chaos ( „ Wer hat denn jetzt schon wieder alles umgeräumt, letztes mal standen hier doch noch die Töpfe" ), gefolgt von der Jagd auf die wenigen und somit sehr begehrten Sparschäler und Obstmesser, ist immer lustig und unterhaltsam, meistens produktiv und endet frühestens beim Essen.

Endlich am Esstisch sitzend und die Früchte der Arbeit genießend  tut sich meist die schwierigste Frage des ganzen Tages auf: Was kochen wir beim nächsten Mal?  Vorschläge gibt es meist reichlich, doch die Einwände sind mindestens genauso zahlreich. Von einem einfachen „ich mag aber keinen Reis" und „ich aber keine Kartoffeln" über „ kenn ich ich nicht und probieren mag ich das auch nicht" sowie „dagegen bin ich allergisch" bis hin zu „dann komm ich eben nächstes Mal nicht wenn es das gibt". Doch bis jetzt ist uns immer eine Abwandlung eingefallen, so dass ( zumindest fast) alle mitgegessen haben. Unser Repertoire reicht von bekannten Gerichten wie selbstgemachter Lasagne und Pfannkuchen über eher unbekannte Sachen wie Pariser Käsecremesuppe und mexikanische Wraps bis hin zu echten „Exoten" wie selbstgemachter Kürbissuppe ( oft kritisch beäugt und nach dem ersten probieren doch immer geliebt). Auch haben sich mittlerweile „Klassiker" entwickelt, die jedes Jahr aufs neue gemacht werden: Käse-Lauch-Suppe und selbstgemachte Pizza. Traditionell gibt es am Tag der offenen Tür auch noch die Weihnachtsbäckerei.

Nach dem gemeinsamen Essen kommt der am wenigsten beliebte Teil: Spülen und Aufräumen. Doch da auch dies  sein muss, kann sich niemand drücken und Berge von Geschirr, Töpfen und Schüsseln werden wieder auf Hochglanz gebracht und in den Schränken verstaut, nur um sie beim nächsten Mal wieder zu suchen.

Maike Bock