Kooperation mit Spax

Um den Schülerinnen und Schülern am RGE einen Einblick in das Berufsleben zu ermöglichen, hat das RGE im Rahmen der Berufsorientierung die Firma Spax als Kooperationspartner für sich gewinnen können.

Westfälische Rundschau, vom 19.02.2010 (Tim Rahmann):

Für einen Tag auf den Chefsessel

Ennepetal, 19.02.2010

20100219_spax

 

 

 

 

 

 

Der Chefsessel vom Ennepetaler Schraubenspezialisten Spax International wird im Juli neu besetzt – von einem Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Reichenbach-Gymnasiums (RGE). Jedenfalls für einen Tag.

Das RGE und Spax starteten gestern ein gemeinsames Projekt, an deren Ende ein Schüler für einen Tag die Geschicke des Unternehmens leiten soll.

„Ihr könnt einen Tag lang Chef spielen. Ich mache das jeden Tag. Ich sage euch, das macht richtig Spaß”, erklärte Spax-Geschäftsführer Michael Thomas. Die Schüler des Sozialwissenschafts-Kurses (SoWi) der Jahrgangsstufe 11 grinsen breit. Schon nach den Auftaktsätzen von Thomas richten sich die Schüler langsam in ihren Stühlen auf, kaum einer, der noch halb auf dem Tisch liegt. „Ihr feilt am besten schon einmal an euren Englisch- und Französisch-Kenntnissen. Schließlich haben wir Fabriken in aller Welt. Da kann es schon mal sein, dass ein Anruf aus den USA oder aus der Türkei kommt”, erklärt Thomas den 20 staunenden SoWi-Schülern.

Die soziale Marktwirtschaft steht als Thema auf dem Lehrplan der Schüler in diesem Halbjahr. Es geht um die klassischen Themen wie das Prinzip von Angebot und Nachfrage sowie die Rolle des Staates. „Das ist ein sehr großes und theoretisches Feld. Ich hoffe, dass wir durch die Stunden mit Spax das theoretische Wissen eher praktisch anwenden können”, sagt die 16-jährige Inga Küpper. Ihre Mitschülerin Judith Rittberg ergänzt: „Wir bekommen so sicher auch interessante Einblicke in das Berufsleben.” Genau diese Hoffnung hegt auch Schulleiter Stefan Krüger.

Schüler wollen Einblicke in das Berufsleben

Die Aufgabe der Gymnasien habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, betont der Direktor. „Es gibt nicht mehr den klassischen Weg Abitur-Studium-Job. Viele Abiturienten möchten eine Ausbildung machen. Sie verlangen früh, Einblicke in die Wirtschaft zu bekommen”, erklärt Krüger. Deshalb sucht das Ennepetaler Gymnasium verstärkt nach Kooperationen mit Unternehmen, vor allem direkt vor Ort.

Die SoWi-Schüler werden in den kommenden Wochen Wirtschafts-Vokabeln pauken und Fragen vorbereiten. Damit geht es dann im April in das Unternehmen an der Kölner Straße. Leitende Angestellte von Spax stehen den Schülern dann Rede und Antwort. „Wir freuen uns auch besonders auf untypische Fragen. Wir wollen natürlich wissen, was den Schülern bei uns im Unternehmen auffällt”, sagt Geschäftsführer Michael Thomas. „Vielleicht bemerken die Jugendlichen etwas, was uns als ,Betriebsblinde' bislang entgangen ist.” Und sei es solch eine scheinbar banale Sache, dass etwa ein Cola-Automat fehlt, hofft Thomas auf den einen oder anderen brauchbaren Hinweis der Schülerschaft.

Wer sich fachlich am kompetentesten präsentiert, Interesse zeigt und ein sicheres Auftreten beweist, darf im Juli auf dem Chefsessel von Spax Platz nehmen. Zumindest für einen Tag.

 

20100416_spax 

Mit Spaß und Spax bei der Sache

Ennepetal, 16.04.2010, Jan Schulte (Westfälische Rundschau)

Ennepetal. Was bedeutet „Konjunktur”? Und wieso sind die Spax-Schrauben fünf- bis sechsmal teurer als andere Schrauben? Diese und noch viele weitere Fragen hatten die Schüler des Sozialwissenschaftskurses der Jahrgangsstufe 11 des Reichenbach-Gymnasiums, als sie am Mittwoch zu Gast im heimischen Unternehmen

„Einige Schüler haben mir mit ihrem Auftreten hier wirklich imponiert”, sagte Spax-Geschäftsführer Michael A. Thomas, nachdem die RGE-Schüler ihn in seinem Büro mit Fragen gelöchert und die eine oder andere kontroverse Diskussion geführt hatten. Während Thomas einer kleinen Gruppe des Sozialwissenschaft-Kurses erklärte, wie und wo das Ennepetaler Unternehmen arbeitet, führte eine andere Gruppe unter anderem vor Thomas' Büro ein Gespräch mit Mitarbeiterin Eda Sengül, die erklärte, was ein Patent ist, wie man Patentrechte erwerben und sichern kann und was Marken sind.

„Die Schüler lernen bei diesem Besuch die zuvor in der Schule erlernten Begrifflichkeiten hautnah kennen und können hinterher dann sicher mehr damit anfangen”, war Sandra Stein von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeitsabteilung des Unternehmens angetan vom Besuch der Reichenbach-Schüler.

Rund zweieinhalb Stunden dauerten die Gesprächsrunden mit anschließender Betriebsführung. Danach waren sich alle Beteiligten einig, dass viele neue Erkenntnisse geschaffen werden konnten. Besonders war Michael A. Thomas darüber erfreut, dass die Schüler sich auch auf das Unternehmen vorbereitet hatten. „Das war alles sehr ordentlich strukturiert. Zum Glück sind die Schüler jedoch vom Thema Wirtschaftskrise auf Spax gekommen – und nicht umgekehrt.” Das Reichenbach-Gymnasium kooperiert seit Februar mit Spax International. Der von Lehrer Martin Zimmers betreute Sozialwissenschaft-Kurs befasst sich derzeit mit dem Thema „soziale Marktwirtschaft”. Am Ende des Schuljahres darf dann das Kursmitglied, das sich innerhalb des Projekts am besten engagiert hat, für einen Tag den Spax-Chefsessel von Michael A. Thomas übernehmen.